Inhaltsverzeichnis
  1. HACCP & Schädlinge

Tierversuche und Produktsicherheit – ein realistischer Blick

In der öffentlichen Diskussion rund um tierversuchsfreie Produkte herrscht oft Unklarheit. Viele Verbraucher wünschen sich Produkte, die ohne jegliche Tierversuche entwickelt wurden. Das ist verständlich – jedoch ist es wichtig, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Realität der Rohstoffsicherheit in der EU differenziert zu betrachten.

Zunächst ein weitverbreiteter Irrtum: Es gibt in der EU keine vollständig „tierversuchsfreien“ Rohstoffe. Auch wenn die Durchführung von Tierversuchen für kosmetische Endprodukte, wie zum Beispiel Badesalze, in der EU grundsätzlich verboten ist, gilt das nicht für die zugrundeliegenden Rohstoffe.

Alle chemischen Substanzen, die in der EU verwendet werden – ob in Lebensmitteln, Kosmetika, Reinigungsmitteln, technischen Produkten oder Spielzeugen – unterliegen strengen Sicherheitsanforderungen. Gemäß der europäischen Chemikalienverordnung REACH müssen für nahezu alle Stoffe sogenannte Stoffsicherheitsberichte erstellt werden. Eine Ausnahme bilden nur ganz bestimmte reine Mineralien.

Ein zentraler Bestandteil dieser Sicherheitsbewertungen sind die sogenannten Toxikologischen Daten. Sie geben Auskunft darüber, ab welcher Menge ein Stoff gesundheitsschädlich für Mensch oder Umwelt sein kann. Dieser Aspekt beruht auf einem Prinzip, das schon der Arzt Paracelsus formulierte:
„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei.“

Um diese toxikologischen Daten zu erheben, wurden und werden in der Vergangenheit Tierversuche durchgeführt – meist an Wasserflöhen, Fischen, seltener an Mäusen oder Ratten. Auch wenn diese Tiere nicht im klassischen Sinne mit „Tierversuchen an Säugetieren“ assoziiert werden, handelt es sich dennoch um Lebewesen. Diese Tests sind gesetzlich vorgeschrieben, andernfalls darf ein Rohstoff in der EU nicht in Verkehr gebracht oder verwendet werden.

Dabei spielt es keine Rolle, wer die Tierversuche in Auftrag gibt – ob Hersteller, Zulieferer oder Importeure. Für das betroffene Tier ist die Herkunft des Auftrags irrelevant. Wichtig ist allerdings: Die EU schreibt vor, dass alle Testergebnisse in einer zentralen Datenbank erfasst werden. Dadurch wird vermieden, dass unnötige Wiederholungen von Tests stattfinden – ein Fortschritt im Sinne des Tierwohls.

purux führt selbstverständlich keine Tierversuche durch – weder für unsere Produkte noch indirekt über beauftragte Institute. Doch wir sind – wie alle Hersteller – auf die Verwendung von Rohstoffen angewiesen, für die in der Vergangenheit Sicherheitsdaten erhoben wurden, auch wenn diese ursprünglich durch Tierversuche ermittelt wurden.

Für unsere Produkte, etwa Badesalze, Zechsteiner Magnesium und weitere kosmetische Artikel, führen wir stattdessen sogenannte dermatologische Tests durch. Diese erfolgen ausschließlich mit freiwilligen Testpersonen und unter ärztlicher Aufsicht. Die Prüfungen werden von einem unabhängigen dermatologischen Institut, wie Dermatest in Münster, durchgeführt. Damit erfüllen wir alle gesetzlichen Anforderungen an die Produktsicherheit – ohne neue Tierversuche und unter realen Bedingungen mit Menschen.

HACCP & Schädlinge

Ebenfalls müssen wir, wie alle anderen Betriebe auch, als Lebensmittel / Kosmetik verarbeitender Betrieb Schädlingsermittlung durchführen. Im Lager / Produktions- und Außenbereich. Dies geschieht immer mit „Fallen“ die auf verschiedene Tiere wie Fliegen, Motten, Mäuse reagieren und diese auch töten lassen.
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